Zwischen Krokus und Kinderkacke

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Liebe Leser,

heute starten wir mit einer kleinen Umfrage. Aus Gründen, wie eine Kollegin immer sagt. Eine Umfrage, die ernsthafte Folgen für meine berufliche Zukunft haben kann, also überlegen Sie gut und wählen Sie klug. Ich möchte wissen, woran Sie denken, wenn Sie „Curcuma“ hören oder lesen?

Sie haben abgestimmt? Prima, danke! Dann kommt hier die Erklärung: Vor ein paar Monaten saß ich mit meinem hier bereits zitierten und geschätzten Kollegen Rainer Aschenbrenner zusammen – ebenfalls ein freier Journalist, der ebenfalls erste Anzeichen eines Lagerkollers bei sich entdeckte, weil er – noch viel mehr als ich – meist allein vor sich hinwerkelte. Nun liegt es aber in der Natur der Sache, dass Journalisten und PR-Menschen das Reden brauchen, und Gespräche mit sich selbst sind zwar komfortabel, weil die Gesprächspartner in der Regel immer einer Meinung sind, aber sie sind wenig zielführend, wenn es um die Arbeit geht. Neue Blickwinkel, bessere Texte,  ausgefallenere Strategien – solche Dinge entwickelt man kaum allein. Dazu braucht es meisten mehrere geschüttelte Gehirne – und den Austausch.

Wir saßen also zusammen, so wie er vorher schon mit anderen, ähnlich geplagten, freien Kollegen zusammen gesessen hatte, und er sprach von einer Idee: Warum nicht viele Redaktionsbüros an einem Ort bündeln? Warum nicht eine gemeinsame Kaffeeküche schaffen … und drum herum auch gemeinsame Büros und einen Konferenzraum. Wir fanden die Idee gut, bezahlbar war sie in Gotha auch. Also sagten wir alle ja. Wir wollten zum Aschenbrenner ziehen. Das war der einfache Teil. Selbst die Farben für die Räume waren schnell ausgesucht.

Schwierig wurde es beim Namen. Wir haben Initiale geschüttelt, Wortspiele mit unseren Kompetenzen und Angeboten gespielt, uns extraterrestrich und im Duden umgesehen. Aber nichts passte so recht zu allen. Stunden-, tage-, wochenlang haben wir diskutiert. Als es am Gründungstag auf Mitternacht zuging, gingen wir – mehr aus Verzweiflung, als aus echter Motivation – die Namen der Bürofarben durch. Bleu war zu abgehoben, Bordeaux, Burgund und Aubergine zu unrhythmisch und Physalis weckte Assoziationen, die wir eher nicht mit uns in Verbindung bringen lassen wollten. Blieb nur noch Curcuma. Das kam bei fünf von sechs Redaktionsbüro-Teilern gut an: Rhythmisch, ungewöhnlich, warm und exotisch und in Verbindung mit „Medien“ auch zuordbar. Nur eine Kollegin wurde damit nicht warm, vielleicht weil ihre Assoziation ZU warm war. Das sehe aus wie die Kacke sehr kleiner Kinder, erklärte sie. Na ja, wir haben sie überstimmt. Trotzdem bin ich neugierig, wie Sie das sehen / Ihr das seht.

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Autor: anitagrasse

Ich bin Journalistin und das ist gut so. Ich schreibe fast so gerne wie ich rede, wenn auch meist etwas überlegter, und ich hasse es, nicht zu wissen, worüber andere reden und was passiert. Biografisches: * 20.05.1983 in Thüringen Ausbildung zur Verlagskauffrau in Augsburg Studium Journalistik in Hannover Praktikum als Journalistin und Fotografin in Oslo Reiseleiterin in Tunesien und auf Gran Canaria Volontärin in Thüringen Freie Journalistin überall

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